Philosophie

 

 

„Der Zyklus des alten Zeitalters nähert sich seinem Abschluss, und ein neues Sternzeichen hat begonnen, den Himmel zu regieren.

Neue Einflüsse wird das Zeitalter mit sich bringen, und neue Kraftströme werden die Menschen zu neuen Idealen und zum Beschreite neuer Wege inspirieren. Diese Kräfte offenbaren sich schon heute, und während die geistig trägen Menschen noch immer auf den alten Wegen überholter Formen und abergläubischer Vorstellungen schlendern, eilen die Wagemutigen bereits Neuem entgegen; denn mit dem Althergebrachten und Abgegriffenen haben sie erfreuliche Ungeduld gezeigt.

Denk nicht, dass ich trauerte, weil die Menschen überdrüssig sind, ewig dieselbe Geschichte und die alten Worte der Kraft zu hören: Siehe, den Menschen werden neue Worte der Kraft gegeben werden. Die alten Formen werden zerschlagen werden, und wie durch verzehrende Flammen wird meine Religion von Torheit, Unrecht und anderen Hindernissen auf dem Weg zur Wahrheit gereinigt werden. Die die alten Worte der Kraft missbraucht haben, werden den neuen ohnmächtig gegenüber stehen, und ebenso den neuen Zeichen und Symbolen, die den Menschen gegeben werden.

Und auch den neuen Kraftströmen werden sie ohnmächtig gegenüberstehen, unfähig, sie zu lenken; denn zu verfeinert werden diese Kraftströme sein und gleichsam auf einer Höhe schwingen, die jenseits ihres Zugriffs liegt. Da sie die Macht liebten und die alten Kraftströme missbrauchten, wird ihnen keine neue Kraft gegeben werden, sondern nur denen, die die Macht nicht länger begehren.

Zu viele in den äußeren Welten hegen noch immer ein Bedürfnis nach Macht. Selbst wenn sie diese nicht zu frevelhaften Zwecken missbrauchen, müssen sie doch ihre Seele von dem Makel reinigen. Er lauert oft unbemerkt im Unbewussten, und dies war einer der Gründe, warum die Meister der Weisheit die Entwicklung einer neuen Wissenschaft beschlossen: der Wissenschaft vom Unbewussten. Diese neue Forschungsrichtung ist nämlich ebenfalls einer der Wege zur Wahrheit, die zum neuen Zeitalter gehören.

‚Zusammen für das Gute arbeiten’, heißt die Losung für das neue Zeitalter. Das Ziel wird darin bestehen, den Menschen zu verstehen und zu vervollkommnen, und der Mensch wird erkennen, dass im Innern der Spiegel allen Wissens liegt. Nicht länger wird er sich nach außen wenden, während Gefühle und verstand von Lust, Laune, Angst und Aberglauben befleckt sind. langsam wird er sich nach innen wenden, bis er rein im Herzen Gott schauen wird.

Dann wird sich die alte Weissagung erfüllen, und jeder wird sein eigener Gesetzgeber sein. In ihrem Wissen um das ewige und gerechte Gesetz von Ursache und Wirkung werden die Menschen aufhören, Schlechtes zu tun, sich über ihre Mitmenschen zu erheben und ihnen ihren Willen aufzwingen. Sie werden ihren Gefährten, die am Wegesrand zögern, die Hand reichen und ihnen das Wissen und die Kraft, die Bilder und die Vorstellungen zu geben suchen, mit deren Hilfe sie selbst Gott schauen können. Vom neuen Zeitalter spreche ich und von Wassermann – denn dieses Zeichen wird die Menschheit für die nächsten zweitausend Jahre inspirieren. Es wird die Erde und ihre Aureole immer stärker in seinen Bann schlagen und dabei die Körper der Menschen mit jeder nachfolgenden Generation immer mehr auf die neuen Kraftströme abstimmen. So wird sich die alte Weissagung erfüllen: Siehe, ich mache alles neu… Ja, sie wird von einem erfüllt werden, der größer ist als ich.“

 aus "Der Nazarener - eine Vision- " Saint Germain - H. J. Starczewski Verlag  S. 123 – 126

 

„Wir betraten ein großes Krankenhaus, in dem viele Kranke und Leidende lagen. Und der Barmherzige sprach:

Ein edler und heiliger Beruf ist das Heilen der Kranken, und wert ist mir, wer ihm in ehrlicher Absicht und mit tiefem Mitgefühl für seine Mitmenschen nachgeht. Viele hochherzige und liebevolle Ärzte gibt es – aber leider auch viele, die nur ihren Geldbeutel und ihr Ansehen im Sinn haben und nicht das Wohl ihrer Patienten. Zugegeben, dies sind harte Worte, doch werden ihnen viele Leidende aus eigener Erfahrung beipflichten. Andere hingegen werden nicht zustimmen, da es ihnen wohl erging in der Obhut ihrer tüchtigen Ärzte – und somit sind diese Worte wahr und unwahr zugleich.

Dennoch sind unzählige Kranke zum Leiden verurteilt, weil selbst in den Heilkünsten die Sünde dogmatischer Abgrenzung die Oberhand über das göttliche Prinzip der Einheit gewonnen hat. Führen sich nicht die Vertreter einer bestimmten Richtung so auf, als wüssten sie allein um die Wahrheit und verfügten als einzige über die rechten Mittel und Wege zur Behandlung menschlicher Leiden? Ächten sie nicht aus Neid, Einbildung oder Unwissenheit, Vorurteil oder Angst in anmaßender Weise alle anderen Richtungen als unerheblich, schrullenhaft, betrügerisch oder gefährlich – und vergessen dabei wohlweislich, wie sie selbst oft großen Schaden anrichteten und die Heilung misslang, wo andere Erfolg hatten?

Man sagt zu Recht, dass es in allen Berufen Schurken und Schwindler gibt. Doch ist es nicht würdig, das Schlechte zum Vorwand zu nehmen, um das Gute zu verwerfen. Die Mächte des Guten haben verschiedene Methoden zur Heilung menschlicher Krankheiten inspiriert, welche einander nicht Feind sind, sondern sich ergänzen. Ein Körnchen Wahrheit ist in jeder von ihnen, in keiner aber die ganze Wahrheit; daher sollte in den Heilkünsten der Gelehrtenstolz einem Lernen, Geben und Empfangen auf allen Seiten weichen. Doch sind es Stolz und Selbstsucht, die das Metier beherrschen; aus Geldgier und wegen der Interessen Verbündeter sehe ich oft Hartherzigkeit und skandalöse Machenschaften anstelle von Mitgefühl für eine leidende Menschheit. …

Möge doch in den Heilkünsten die Eigenliebe bald der Nächstenliebe weichen! …

Lass dies ausdrücklich bemerkt und sorgfältig durchdacht sein: Nicht durch den Willen, sondern durch das Fortströmen der göttlichen Liebe auf den Patienten können Krankheiten geheilt werden.“

aus "Der Nazarener - eine Vision - " Saint Germain - H. J. Starczewski Verlag   S. 82-85

 

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Heilkundliche Psychotherapie und Bewusstseinsarbeit

Ammanda Ute Brinkmann